SPD Stadtverband Albstadt

 

SPD Albstadt diskutiert über Zukunft des Zollernalbklinikums

Veröffentlicht in Pressemitteilungen

 

Hans-Martin Haller referiert bei SPD Albstadt

Albstadt-Ebingen. Seit beinah zwei Jahren schwelt die Klinik-Debatte im Zollernalbkreis, im vergangenen Januar fasste der Kreistag einige Beschlüsse, die klar in eine Richtung deuten: in Richtung Zentralkrankenhaus. Der ehemalige Oberbürgermeister und Landtagsabgeordnete Hans-Martin Haller sprach mit bei einer Gesprächsrunde mit Mitgliedern der SPD Albstadt über die Auswirkungen der Entscheidungen des Kreistags. 

Die SPD-Kreistagsfraktion habe im Rahmen eines Antrags auf der Sondersitzung in Geislingen jegliche Denkverbote abgelehnt, betonte deren Vorsitzender Haller: Die Sozialdemokraten wollten die Möglichkeit, den Doppelstandort des Zollernalbklinikums zu erhalten, bei der weiteren Entscheidungsfindung im Blick behalten. Das Anliegen fand im Gremium jedoch keine Mehrheit, stattdessen wurden die Weichen für die Planung einer Zentralklinik „auf der grünen Wiese“ gestellt. 

Nach dieser Entscheidung sei es laut Haller wichtig, dass sich alle Kommunalpolitiker aus Albstadt zumindest für ein Ziel gemeinsam einsetzen: Sollte die Zentralklinik tatsächlich gebaut werden, müsse sie räumlich so nah wie möglich an Albstadt errichtet werden.
Dies sei nicht nur eine Frage des Lokalpatriotismus, sondern für die wirtschaftliche Stärke Albstadts unverzichtbar.

Martin Frohme, Kreisrat und Klinik-Aufsichtsratsmitglied, hob einen weiteren Aspekt hervor: Unabhängig davon, ob nun tatsächlich zentralisiert werde oder nicht, müssten dringend gründliche Sanierungen im Albstädter Krankenhaus vorgenommen werden. Bis zu einer etwaigen Zentralisierung werde zu viel Zeit vergehen, um nur provisorisch zu sanieren – andernfalls werde die gute medizinische Versorgung im Zollernalbkreis gefährdet.

Breit diskutiert wurde die von anderen Kreistagsfraktionen in den Raum gestellte Thematik einer vollständigen oder Teilprivatisierung. Dabei bestand Übereinstimmung bei der SPD Albstadt, dass sich die Sozialdemokraten weiterhin für ein Zollernalbklinikum in Trägerschaft des Kreises einsetzen – zu sehr würden die Beschäftigten von privatisierten Krankenhäusern erfahrungsgemäß unter schlechteren Lohnzahlungen und Arbeitsbedingungen leiden. „Was private Träger im Gesundheitsbereich hinbekommen, kann die öffentliche Hand ebenso gut leisten – und zwar ohne, dass die Gesundheit zum reinen Zahlenspiel wird“, so der Albstädter SPD Vorsitzende Hendrik Dahlhoff.

Zum Ende der gemeinsamen Debatte zogen die Genossen Resümee: Im Vorstand des SPD-Stadtverbands herrschte unverändert Einigkeit, dass im Erhalt der beiden Krankenhäuser in Albstadt und Balingen die zurzeit beste medizinische Lösung für die Menschen im Zollernalbkreis liege. Die Aussichten für ein mögliches Zentralklinikum, vor allem bei der Frage der Finanzierung, seien noch völlig ungeklärt.

 

SPD Albstadt bei Facebook